Gelungener Saisonstart trotz widrigster Umstände

VfR Merzhausen : TSV Alemannia Zähringen I 0:3
SV Kirchzarten : TSV Alemannia Zähringen I  3:2
TSV Alemannia Zähringen I : SV Gündlingen/Breisach  2:3
TSV Alemannia Zähringen I : TV Kappelrodeck  3:0

Wohl noch nie hing alles so am seidenen Faden wie diese Saison. Im Mai waren alle noch optimistisch und voller (Wieder)Aufstiegsambitionen in die Verbandsliga. Dann kam der Kreuzbandriss, die Schulter-OP, die Studienplatzzusage aus München, der dreifache Nachwuchs und die coronabedingte Verwaisung des Nicht-mehr-Präsenz-Studienorts Freiburg. An spielnahes Training war und ist nicht zu denken. Stattdessen kann man die Trainingsteilnehmerinnen an einer Hand abzählen. Gerade mal zu siebt sind wir in Merzhausen angetreten, mit Verstärkung aus der zweiten Mannschaft. Dafür lief es dann erstaunlich gut. Nach den üblichen Startschwierigkeiten haben wir uns schnell stabilisiert, unsere neue Mitte hat gut eingeschlagen und unsere Routine setzte sich immer mehr durch. Nur im dritten Satz wurde es nochmal knapp, als der Merzhausener Nachwuchs-Fanblock so richtig eingeheizt hat. Aber wir haben die Nerven behalten und unser Ding durchgezogen. Danach wurde noch schnell geheiratet, bevor wir dann zu sechst nach Kirchzarten gefahren sind. Wohl noch nie haben wir so konzentriert und erfolgreich angefangen, 4:1, 10:5, danach ließen wir nichts mehr anbrennen. Aber Kirchzarten war stark und hatte sowohl gute Jugendspielerinnen als auch erfahrene Verbandsligaspielerinnen auf dem Feld. Es war ein offener Schlagabtausch auf hohem Niveau, bei dem wir leider versäumten, im vierten Satz den Sack zuzumachen. Aber egal, einen Punkt mitgenommen und viel Spass gehabt. Nachdem sich der Kondensstreifen unmittelbar nach Spielende verzogen hatte, ging’s gleich schon weiter zum ersten Heimspiel der Saison. Hygienekonzept, Kontaktverfolgungsliste, 3-G-Bestätigungserklärung, Schlüssel, Laptop, verschobene OP, … Alles irgendwie in letzter Minute und Sekunde organisiert und irgendwie hat’s dann auch geklappt. Mit Luxusbesetzung mit 9 Spielerinnen, wobei wieder zwei Spielerinnen aus der Zweiten plus eine Langzeitrückkehrerin unseren Minikader verstärkt haben. Leider war der erste Satz dafür mehr als gruselig. Die Gündlingerinnen haben ihre ganze Routine ausgespielt und wir unser erstes Streichergebnis eingefahren. Nach dem Hallo-Wach wurde es deutlich besser, die Aufschläge wurden druckvoller, die Niveaubremse war gelöst. Recht deutlich gingen der zweite und dritte Satz an uns. Und dann kam wieder der vierte Satz und unsere fehlende Konstanz und die fehlenden Wechselmöglichkeiten. Auch im Tie-Break haben wir uns viel zu viel Eigenfehler geleistet, so dass wir letztlich verdient verloren haben, aber immerhin gegen den aktuellen Tabellenführer wieder einen Punkt geholt haben. Im zweiten Spiel, mit neuem Steller und neuem Schwung ging es dann gegen die sehr junge Mannschaft aus Kappelrodeck. Der erste Satz war noch etwas zäh, danach war das lockende Siegerbier Motivation genug, das Ding schnell durchzuziehen. Vier Spiele, 2 Punkte pro Spiel, zweiter Platz, war so nicht unbedingt zu erwarten. Wird diese Saison evtl. doch noch etwas mehr als die goldene Ananas.

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