2019-20 Saisonrückblick

Wie einen Rückblick schreiben, ohne den Namen dessen zu nennen, „dessen Name nicht genannt
werden darf?“
Ja, „Du-weißt-schon-wer“ hat unser Leben in einer Art und Weise in Frage gestellt, die wir uns in
unserer gruseligsten Fantasy nicht hätten vorstellen können oder wollen.
Dabei fing die Saison eigentlich gut an: Neue Gesichter in der Trainingsgruppe, Superbeteiligung
von allen

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Neu August 2020, Hallentraining

Liebe Volleyballerinnen und Volleyballer der Alemannia,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen mussten wir leider den Trainingsbetrieb in der Halle bis zu den Sommerferien einstellen.
Das betraf alle Mannschaften inklusive Jugend.
Derzeit wird aber fleissig gebeacht, die Zeiten sind bei den Mannschaftsverantwortlichen zu erfragen.

Gegen Ferienende, ab dem 31. August, wollen wir wieder in dier Halle, mit Hygienekonzept ! Die Ferientrainingszeiten orientieren sich an den 'normalen' Trainingszeizen, ihr solltet aber vorsichtshalber vorher nachfragen

Frank

Ein Sieg und viel Lehrgeld

TSV Alemannia Zähringen I – TuS Hüfingen 0:3; TSV Alemannia Zähringen I – TV Kappelrodeck 3:2; TSV Alemannia Zähringen I – TV Bad Dürrheim 0:3; TSV Alemannia Zähringen I – TB Bad Krozingen 0:3

Wir kommen langsam besser ins Spiel, sammeln aber nach wie vor mehr Erfahrung als Punkte. Speziell gegen Hüfingen war das sehr bitter, hatten wir uns doch was ausgerechnet. Im ersten Satz hatten wir noch Startschwierigkeiten und sind immer einem Rückstand hinterhergelaufen. Im zweiten Satz waren wir richtig gut und gingen mit 17:8 in Führung. Leider hat wieder (oder immer noch?) die Cleverness gefehlt, den Sack zuzumachen und selbst dieser Satz ging schließlich mit 25:27 verloren. Im Heimspiel gegen Kappelrodeck wollten wir es dann besser machen und haben alles reingeworfen. Wie im Hinspiel entwickelte sich ein wahrer Krimi mit viel Auf und Ab auf beiden Seiten. Im Tie-Break wollte die Schiedsrichterin wohl endlich Schluss machen und pfiff nach dem Seitenwechsel schon mal an, bevor wir vollständig auf dem Feld standen. Fehlentscheidung, aber egal, weiter ging‘s. Durch diese Fehlentscheidung lagen wir fast uneinholbar mit 7:10 hinten. Wir haben’s dennoch geschafft, mit einer guten Aufschlagserie und ganz viel Willen. Endlich, nach über 2 Stunden, erster Sieg in der Verbandsliga! Gegen Dürrheim ging dann nicht mehr viel und wir bezogen gegen einen extrem gut aufgelegten Gegner unsere bisher höchste Klatsche. Läufer vier, das können wir! Dermaßen durchgeschüttelt ging’s dann gleich zum nächsten hochklassigen Gegner, dem Tabellenführer und Aufstiegsaspirant aus Krozingen. Zu holen gab’s leider wieder nix, aber wir haben diesmal gut mitgehalten, viel besser als im Hinspiel. Die Annahme stand stabiler, der eigene Aufschlag war druckvoll und selbst im Block haben wir immer wieder gut gepunktet. Leider gab’s im dritten Satz wieder eine saublöde Schiri-Entscheidung, so dass bei der langen Krozinger Aufschlagserie wieder Erinnerungen an Dürrheim hochkamen. Ganz so schlimm kam’s dann nicht, Krozingen musste sogar nochmal eine Auszeit nehmen, aber der Vorsprung war zu groß. Jetzt kommen erst mal Fasnet, Semesterferien sowie eine Rückkehrerin aus Skandinavien. Die dreiwöchige Pause wollen wir nutzen, um zum wiederholten Mal unser Spielsystem umzustellen und nochmal bei den letzten Spielen anzugreifen. Zu verlieren gibt’s nix mehr, die Auf- äh Abstiegs-T-Shirts sind schon in der Planung.wink

 

Verrücktes Ende der Hinrunde

TSV Alemannia Zähringen I - SV Kirchzarten 0:3
TSV Alemannia Zähringen I – USC Konstanz II 2:3

Bisher stand ein magerer Punkt zu Buche und wir hatten mit Kirchzarten die einzige Mannschaft zu Gast, die noch irgendwie tabellentechnisch in Reichweite war. Also mussten wir unbedingt punkten. Klar, dass das schief ging. Im Kopf fing es schon an. Wir sind im ersten Satz gleich mit 0:7 gestartet, bevor wir uns halbwegs fangen konnten. Danach liefen alle Sätze irgendwie gleich. Zur Satzmitte waren wir stets ebenbürtig, haben Kirchzarten selbst unter Druck gesetzt und auch größere Anfangsrückstände fast ausgeglichen. Im letzten Satz waren wir sogar eine ganze Zeit in Führung, bevor wieder jemand den Schalter umgelegt und Kirchzarten mit zwei Serien a 7 und 6 Punkten den Sack wieder zugemacht hatte. Insgesamt war bei uns viel zu viel Sand im Getriebe, fehlende Konstanz, einige blöde Schiedsrichterentscheidungen und die guten Aufschläge von Kirchzarten summierten sich zur nächsten, deutlichen 0:3-Niederlage.

Das war umso frustiger, als wir danach als letzten Gegner der Hinrunde den USC Konstanz zu Gast hatten. Warum sollte es ausgerechnet gegen den aktuellen Tabellenführer besser werden? Andererseits… Schon den ersten Satz hätten wir mit etwas Glück auch gewinnen können, aber der eine Aufschlagfehler bei 21:22 war dann halt zuviel. Im zweiten Satz wir haben uns noch mehr gesteigert und sind immer besser ins Spiel gekommen. Endlich hat die Aufstellung funktioniert, jede konnte ihre Stärken ausspielen, es hat einfach ‚gepasst‘. Seltene Gäste wie Selbstvertrauen, Spielfreude und Abgezocktheit haben plötzlich wieder den Weg in die Karlschule und auf unser Spielfeld gefunden. Speziell im dritten Satz wurde der Tabellenführer aus Konstanz phasenweise deklassiert und wir haben uns in einen richtigen Rausch reingespielt. Leider hielt der Lauf nicht lange genug, Konstanz ist stärker geworden und konnte im vierten Satz wieder ausgleichen. Im Tie-Break hatten wir leider keine Chance mehr, aber wenn man alle eigenen Aufschläge verdödelt, darf man sich auch nicht beschweren. Trotzdem, nach dem Spiel hatten alle das Gefühl, endgültig in der Verbandsliga angekommen zu sein. So geht Volleyball, die Rückrunde kann kommen!

Schwierige Anfangsphase mit viel Lehrgeld – allez Mops !

Irgendwann ist auch die schönste Party mal vorbei und spätestens nach der Klatsche gegen Krozingen war das auch allen klar. Wir hatten ausgerechnet für unsere erste Verbandsligasaison sehr schwierige Startbedingungen, fünf ganze und zwei halbe Abgänge, keine echte Vorbereitung und eine lange, aufgrund des Wasserschadens in der Gerolf-Staschull-Halle, unklare Hallen- und Trainingssituation. Die ersten zwei – drei Spieltage mussten wir immer schauen, überhaupt eine Mannschaft auf’s Feld stellen zu können. Speziell auf der Zuspiel- und Diagonalposition haben wir stetig improvisieren müssen, wobei uns die bürokratischen Irrungen und Wirrungen der CEV dabei nicht gerade geholfen haben. Aber es bessert sich von Woche zu Woche. Drei vielversprechende Neuzugänge, eine Rückkehrerin und erst kürzlich nochmal zwei Neue. Es geht langsam aufwärts. Dennoch müssen wir uns alle erst mal finden und in einer komplett neuen Aufstellung  zu neuem Spiel und mannschaftlicher Geschlossenheit finden. Auf die Unterstützung der Gegner konnten wir uns dabei bis jetzt nicht gerade verlassen, eher ist das Gegenteil der Fall. Mit Dürrheim, Waltershofen und dem USC Freiburg trafen wir auf sehr gut eingespielte, erfahrene Mannschaften, die uns nicht viele Chancen liessen, ins Spiel zu finden. Am besten hat’s sich noch gegen Hüfingen angefühlt, aber auch dort waren wir nach zwei eher knappen Sätzen im dritten Satz chancenlos. Jetzt gilt es, sich nicht entmutigen zu lassen, in einigen Freundschaftsspielen wieder zu neuer Routine zu finden und Schritt für Schritt in die Erfolgsspur zurückzukehren. Beim Mannschaftsevent (-besäufnis, Kindergeburtstag, Kaffeekränzchen, … was war’s eigentlich?) war die Stimmung jedenfalls ungetrübt und die einzige, für’s nächste Heimspiel noch zu klärende Frage war die, wer denn jetzt wann am besten die Geschichte mit dem Mops nochmal erzählen sollte

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