Den Fluch besiegt!

SV Waldkirch – TSV Alemannia Zähringen I 9-/10-/20- (0:3)

Wir konnten in den letzten Wochen gut trainieren, wir waren bei den Vorbereitungsturnieren erfolgreich, aber in den letzten Jahren hatten wir immer unser erstes Saisonspiel verloren. Und dann gleich gegen Waldkirch, den letztjährigen Meister, die (mal wieder) auf ihren Aufstieg verzichtet hatten. Ob das mal gut geht? Es ging gut, und wie! Im ersten Satz haben wir Waldkirch förmlich vom Feld gefegt, uns gelang einfach alles. Wann gab es schon mal eine 10:2 Führung für Zähringen im ersten Satz? Viele sehenswerte Angriffe, noch eine Aufschlagserie von 9 Punkten nachgelegt und nach nicht mal 15 Minuten war der erste Satz eingefahren. Danach hat Waldkirch mehr und mehr ihre Stammspieler zurückgewechselt und kam besser ins Spiel. Aber an dem Tag waren wir einfach beängstigend gut. Wir konnten uns sogar erlauben, im dritten Satz gleich vier Spieler zu wechseln, so dass nochmal alle zum Einsatz gekommen sind. Die Zuschauer erlebten danach viele lange, sehenswerte Ballwechsel, Waldkirch hat sich wieder ins Spiel zurückgekämpft und gezeigt, dass sie auch Volleyball spielen können. Dank unseres sehr starken Aufschlags und einem nahezu fehlerfreien Spiels konnten wir unsere knappe Führung aber stets halten und haben zum Schluss auch gleich den ersten Matchball im Angriff verwandelt. Wenn das mal kein gelungener Auftakt ist ! jetzt müsssen wir eigentlich nur noch aufpassen, dass wir nicht abheben.

Erfolgreiche Saisonvorbereitung !

Turniersiege in Endingen und Staufen

Am 15. September begann unsere Saisonvorbereitung in Emmendingen. Oder wo eigentlich? Nachdem sich nach mehreren hektischen Telefonaten herausgestellt hatte, dass wir nicht nur zu früh, sondern auch noch vor der falschen Halle gestanden sind, ging's erst mal weiter nach Endingen. Damit war die erste und wohl schwerste Hürde genommen. Es folgte ein Mini-Turnier mit nur 4 Mannschaften und Mini-Orga. Das 'Endspiel' war dann gegen unsere eigene Zweite, was gewohnt eng und kämperisch geführt wurde, diesmal mit dem besseren Ende für uns. Sogar die Siegerehrung ist ausgefallen, aber immerhin hatten wir einen neuen C-Schiri.

Ganz anders dann zwei Wochen später in Staufen, 12 Mannschaften, von Bezirksliga bis Verbandsliga. Dort wurde schon deutlich mehr geboten. Das erste Spiel der Gruppenphase war gleich gegen Gufi, die ab dieser Saison in der Verbandsliga aufschlagen. Wir kannten uns gut, es gab einen offenen Schlagabtausch und viele sehenswerte Ballwechsel. Im ersten Satz konnten wir der Angriffspower von Gufi nicht viel entgegensetzen, im zweiten Satz spielten wir variabler und schafften es , Gufi aus dem Konzept zu bringen. Die beiden anderen Gruppenspiele gegen FT II und TBK wurden jeweils gewonnen, so dass am Ende die um zwei Ballpunkte bessere Differenz für uns den Gruppensieg bedeuteten. Und das trotz mehrfacher Slapstickeinlagen rund um den Versuch, einen Einbeiner zum Abschluss zu bringen. Danach begann die etwas merkwürdige KO-Phase. Staufen war ein starker Gegner und musste erst mal bezwungen werden. Letztlich gab die größere Routine den Ausschlag und nachdem der Schiri den zweiten Satz gleich zweimal beendete, ging's dann ins Halbfinale. Dort trafen wir auf einen weiteren Gegner der letzten und auch der kommenden Saison, die Chilipeppers aus Breisach/Gündlingen. Letztes Jahr hatten wir beide Spiele verloren und auch der der erste Satz lief nicht gut. 6 Punkte Rückstand, eigentlich nicht mehr aufzuholen. Aber wir haben es geschafft, der zweite Satz lief viel besser, viel konzentrierter, mit dem absoluten Willen, ins Finale zu kommen. Dort trafen wir, auf wen wohl, wieder auf Gufi, die sich in ihren Finals souverän durchgesetzt hatten. Alle sind nochmal zum Einsatz gekommen und haben ihre beste Tagesleistung abgerufen. Von dem Rest unserer Herren I lautstark unterstützt, haben wir Punkt um Punkt vorgelegt, sehr variabel gespielt und waren im Kopf immer ein Tick schneller als der Gegner. Mannschaftliche Geschlossenheit und Teamgeist haben letztlich gegen den Verbund aus den besseren Einzelspielern gewonnen. Dabei war der zweite Satz nochmal richtig knapp, aber der erste Satzball wurde gleich genutzt, druckvoller Aufschlag und nochmal ein schöner Außenangriff. Jetzt können wir uns noch überlegen, was wir mit unserem Gutschein machen und dem Saisonstart mit viel Vorfreude entgegensehen.

Jahresrückblick H2

2017-18 Saisonrückblick Al. Zähringen VB Herren 2 BezLiga                                                    2018_05_17

„D-A-Z-N“, oder neudenglisch „DaZoouune“, so rauscht es seit einiger Zeit über die Bildschirme in die Wohnzimmer. Einerseits citius, altius, fortius, schneller,höher, weiter, mit allen Mitteln, andererseits  alles immer kürzer, immer knapper. Selbst meine Krankenkasse ist sich nicht zu blöd, den Titel ihres Monatshefts auf ein „MGZN“ herunterzudeklinieren.

Probieren wir es also auch bei uns: V doppel L plus B doppel L, hingeraunt zu einem „VLLBLL“….okay, klingt einfach bescheuert.

Doch hätte es nicht etwas, den Rückblick auf einen Satz zu reduzieren?

Unerwähnt bleiben würden dann zwar die inoffiziellen Weltmeisterschaften im Armdrücken, und dass der Titel aufgrund einer Verletzung des großen Favoriten vakant blieb.  

Auch dass der Trainer zum ersten Saisonspiel einen Spieler aufstellt, für ihn jedoch keinen Spielerpass beantragt hat.

Aber Schwamm drüber!

Darum hier und jetzt nur ein Satz:  Der eine nämlich, der uns schlussendlich vor der Relegation bewahrt und den Klassenerhalt gesichert hat.
So nahm doch alles ein gutes Ende mit dem Motto: „Mir sin noch immer debii“.
Und dem SC blieb wieder nur, es uns gleich zu tun.

Den anderen Teams unserer Abteilung Glückwunsch zum Erreichten und  nicht zu viele Tränen, wenn es nicht geglückt ist.
Bleibt als Schlusswort und letzte Frage: Müssen D2 jetzt zur Strafe donnerstags in der Karl-Schule Fußball spielen?

Neue Spielerinnen gesucht

Leider verlassen uns umzugsbedingt einige Spielerinnen, sodass wir für die kommende Saison neue Mitspielerinnen suchen. Wir sind eine sympathische und motivierte Mannschaft, die auch außerhalb des Trainings gerne etwas unternimmt. Unser Ziel in der nächsten Saison ist der Wiederaufstieg in die Landesliga. Falls du Interesse hast, uns bei diesem Vorhaben zu unterstützen, melde dich einfach bei unserem Trainer Niels (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) Wir freuen uns auf dich!

Relegation - Die unendliche Geschichte

Zähringen : Hartheim -13/22-/15-/-25/-9
Zähringen – Hausach 20-/-17/18-/-20/-12

Wir marschieren ja meist parallel zum SC Freiburg, deswegen sei folgendes Gedankenexperiment gestattet:

Der SC spielt am 12.5. Unentschieden gegen Augsburg und steht auf dem 16. Tabellenplatz. D.h. doch eigentlich Relegation, oder? Oder Klassenerhalt? Oder Direktabstieg? Wer weiß. Nachdem erst einmal die DFL, DFB und die UEFA konsultiert worden sind, verkündet der BL-Spielwart nach nur drei Wochen bereits am 9. Juni die erlösende Botschaft, es wird Relegation gespielt! Als sich Hoffenheim endgültig von CL-Ambitionen verabschiedet hat, wird die Relegation dann tatsächlich am 23. Juni angesetzt und wegen dem gleichzeitg stattfinden WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft bereits auf 12 Uhr vorverlegt. Einige Spieler des SC als auch der gegnerischen Mannschaft befinden sich zwar schon im Urlaub („der Termin war ja nicht klar!“), es entwickelt sich aber trotzdem ein hochdramatisches Spiel mit hohem Unterhaltungswert. Nachdem der SC nach Verlängerung und Elfmeterschiessen 11:9 gegen Holzbein Kiel gewonnen hat, forderten die Fans lautstark die Freibierdusche des Trainers. Doch dessen Nachname ist Programm und ob das Ergebnis wirklich was wert ist, muss noch zwischen DFL und DFB ausgehandelt werden. In der Relegation zu gewinnen heisst ja nicht automatisch, dass man auch in der Liga verbleibt! Aufgrund der Niederlage entlässst Kiel seinen Trainer und setzt alle Flaggen auf Halbmast. Nachdem Schalke nachträglich zum deutschen Meister erklärt wurde (Bayern spielt eh in einer eigenen Liga) und der HSV-Dino seinen Protest wegen Verstoß gegen das Gesetz zur Rettung bedrohter Arten zurückgezogen hat, wird tatsächlich am 1. Juli dann doch der Klassenerhalt der Freiburger verkündet. Da gleichzeitig Leipzig, bedingt durch den Ausstieg des Hauptsponsors (irgendwas mit Viehzucht?), die Lizenz entzogen wird, können sowohl Freiburg als auch Holzbein Kiel nächste Saison in der Bundesliga spielen! Kiel versucht daraufhin fieberhaft, seinen Trainer wieder einzustellen, aber der hat bereits in Frankfurt unterschrieben.

Verrückt? Ganz Fussballdeutschland würde aufschreien und diesen Unfug beenden? Nein, nicht ganz Fussballdeutschland. Ein kleiner Landesverband tief im Südwesten der Republik leistet noch Widerstand und macht es genau so.

Bevor nun weitere philosophische Betrachtungen und Grundsatzdiskussionen zur Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit des o.g. Vorgehens angestellt werden, soll zunächst über das Elfmeterschiessen berichtet werden:
Nach der ewigen Warterei war die Spannung eh schon auf dem Siedepunkt und die beach-volleyballtauglichen Aussentemperaturen liessen die Gemüter weiter hochkochen. Zwei kurzfristige Spielerausfälle erzwangen dann noch taktische Umstellungen in letzter Sekunde. Der erste Gegner kam aus Hartheim, ein alter Bekannter im wahrsten Sinne des Wortes. Umso erstaunlicher der Verlauf des ersten Satzes, den wir mühelos zu 13 gewannen. Im zweiten Satz wähnten wir uns zu sicher, eine Aufschlagserie brachte Hartheim 5 Punkte in Front und auch diverse Spielerwechsel konnten da nichts mehr ausrichten. Der dritte Satz begann noch schlechter. Mangelnde Durchschlagskraft im Angriff, kaum Spielaufbau und der gute Hartheimer Block brachten uns schnell in Rückstand. Schon alles vorbei? No, we fight! Bis zum Satzende konnten wir uns trotz guter Angriffe aufgrund unserer stets im niedrigen einstelligen Bereich verharrenden Aufschlagquote nie wirklich einen Vorsprung herausspielen. Aber die Nerven haben gehalten. Ein Matchball abgewehrt und unseren zweiten Satzball verwandelt, Tie-Break! Bei 8:8 wurden die Seiten gewechselt und danach liessen wir nichts mehr anbrennen. Die Zuschauer haben uns super angefeuert und nach gut zwei Stunden konnten wir den Sack zumachen. Gut, dass wir nicht wie Hausach nur 6 Spielerinnen dabei hatten. Nach der für uns ungewohnt kurzen Pause von nur 30 min ging’s schon weiter, gegen Hausach. Eine wesentlich jüngere Mannschaft, athletisch, schnell und mit einer richtig guten Mittelspielerin. Den ersten Satz haben wir benötigt, um uns wieder zu sammeln und neu zu konzentrieren. Der zweite Satz dann mit umgekehrten Vorzeichen, vielleicht unser bester am ganzen Spieltag. Druckvolle Aufschläge, super Angriffe vor allem über aussen und der Ausgleich war da. Im dritten Satz kam der Einbruch in der Annahme. Im Angriff hatten wir zuwenig Fantasie, den Hausacher Block zu überwinden. Schon wieder stand alles auf der Kippe. Auf dem Zahnfleisch kriechend aber vollgepumpt mit Adrenalin begannen wir den vierten Satz auf der guten Seite. Eine 5-Punkte Serie brachte uns früh in Front und gegen unsere Rückraumangriffe konnte der Hausacher Block nicht mehr viel ausrichten. Also, wieder Verlängerung und Elfmeterschiessen. Bis zum 8:11 sah es gar nicht gut aus. Aber dann kam eine unsere besten Aufschlägerinnen und drehte den Spiess um. Auf einmal war Hausach wieder nervös und das Glück auf unserer Seite. Zwei Netzrollerpunkte zum Schluss brachten den erlösenden Satzgewinn! Und wenn dann irgendwann nach der WM das Spielergebnis offiziell bestätigt und die neue Ligenzusammensetzung verkündet wird, hat sich der ganze Stress der Saison vielleicht doch noch gelohnt.

Nachtrag 27.4.: unser Klassenerhalt wurde offiziell von der Spielwärtin bestätigt !

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